Verhaltenstherapie – wichtige Informationen

Oft geht einer Verhaltenstherapie ein langer Leidensweg für Hund und Halter voraus. Man hat gemeinsam alle Phasen des Ignorierens, des Negierens und der wirkungslosen Symptombekämpfung durchlebt. Enttäuschung und Frust stellen die Beziehung zum eigenen Hund zunehmend auf eine harte Probe. Schlussendlich droht das Fass zu überlaufen.

Nachfolgend findest du einige wichtige Punkte, die dir bewusst sein müssen, bevor du dich definitiv dazu entschliesst mit deinem Hund eine Verhaltenstherapie zu beginnen:

  • Am Anfang jeder Verhaltenstherapie steht eine sorgfältige Befundaufnahme. Dabei werden das Problemverhalten und die Lebensumstände des Hundes möglichst detailliert erfasst. Dieser zeitintensive erste Schritt ist unumgänglich für eine erfolgreiche Beratung. Die Befundaufnahme findet in einer für den Hund gewohnten Umgebung oder bei uns in der Praxis statt.
  • Problemverhalten kann medizinische Ursachen haben. Bei begründetem Verdacht ist eine tierärztliche Abklärung unumgänglich.
  • Wenn dein Hund das Problemverhalten schon lange zeigt, ist mit einem langwierigen Prozess zu rechen. Ein Therapieerfolg erfordert deine Bereitschaft die vorgesehenen Massnahmen geduldig und konsequent umzusetzen. 
  • Das Ziel einer tiergerechten Therapie ist es, deinem Hund ein alternatives und arttypisches Verhalten zu ermöglichen. Das Unterdrücken unerwünschten Verhaltens durch Strafe ist häufig nicht zielführend und kommt deshalb selten zur Anwendung. Wenn sich das vorliegende Problemverhalten mit einem bestimmten «Nein» nebenwirkungsfrei abstellen lässt, ist eine Verhaltenstherapie nicht nötig. In diesem Fall unterstützen wir dich und deinen Hund gerne mit Hundetraining.
  • Nicht jedes Verhaltensproblem ist bei jedem Hund in einem vernünftigen Zeitrahmen therapierbar. Allerdings können auch kleine Verbesserungen zusammen mit effektiven Managementmassnahmen eine merkliche Steigerung der Lebensqualität für Hund und Mensch bedeuten.